Fachkräfte sichern, Standortattraktivität vermitteln, Arbeitsplatz der Zukunft bieten

Aus der Projekt-Region: Hannover
Veröffentlicht am: 05.05.2014

In Hannover haben der Wirtschaftsförderverein Pro Hannover Region e.V. und die Strategy & Marketing Institute GmbH das Angebot der Bertelsmann Stiftung und des Beratungsunternehmes :response aufgenommen und eine Unternehmerinitiative ins Leben gerufen. Dieser Initiative geht es um die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalentwicklung mittelständischer Unternehmen im Wirtschaftsstandort Hannover und in diesem Zusammenhang um die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen.

„Das Thema Fachkräftemangel ist in aller Munde; die Entwicklung eigener Strategien und Maßnahmen betroffener Unternehmen ist die dazu passende Antwort der hiesigen Unternehmerinitiative. „Wir haben drei Themenfelder identifiziert, nämlich ‚Arbeitsplatz der Zukunft‘ ‚Fachkräfte sichern – stille Reserven aktivieren‘ und ‚Standortattraktivität vermitteln‘“, berichtet Initiativkreissprecher Dr. Heinrich Ganseforth, Geschäftsführer der Strategy & Marketing Institute GmbH und Vorstand von Pro Hannover Region (PHR). Daraus entstanden sind drei Projekte. Im ersten Projekt wird ein Leitfaden zur Gestaltung attraktiver, zukunftsfähiger Arbeitsplätze erarbeitet. Das zweite Projekt – Stille Reserven aktivieren – verfolgt eine stärkere Aktivierung derjenigen, die bisher keinen dauerhaften Zugang zum Arbeitsmarkt gefunden haben und die Befähigung der Unternehmen, mit solchen Arbeitskräften erfolgreich und dauerhaft zu arbeiten.

In einem dritten Projekt geht es darum, den Unternehmern und deren Belegschaft die Attraktivität des Standortes Hannover durch regelmäßige, interessante Informationen besser zu vermitteln und damit die Standortbindung zu erhöhen. 

„Die Bewältigung des Fachkräftemangels und die zukunftsfähige Gestaltung von Arbeitsplätzen sind Herausforderungen, die sich auch und gerade an die Unternehmer selbst richten. Ideen, Impulse, Strategien und Konzepte lassen sich auf der Ebene engagierter, betroffener Unternehmer Erfolg versprechend entwickeln. Auf dieser Basis sollen dann in einem zweiten Schritt Förderbedarfe und Wünsche zu politischen Rahmenbedingungen definiert werden“, betont die Koordinatorin des Projektes Petra Schulze-Ganseforth, Gesellschafterin der Strategy & Marketing Institute GmbH.

„Die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen ergänzt das CSR- Engagement von PHR, NBank und Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), nämlich die jährliche Vergabe eines CSR-Siegels und CSR-Award, die auch 2014 wieder ausgeschrieben werden“ ergänzt Birgit Feeß, Geschäftsführerin von PHR und ebenfalls Koordinatorin des Projektes.

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Oberbürgermeister Stefan Schostok ist Schirmherr des Projektes

Schirmherr der Verantwortungspartner-Region Hannover ist Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft übernommen, denn ich bin überzeugt, dass die Initiative viele Impulse geben wird und Akzente setzt. Der Wirtschaftsraum Hannover erfährt dadurch eine zusätzliche und nachhaltige Stärkung“, sagt Schostok. 

 

30 Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft verschiedener Branchen

In dem Projekt arbeiten rund 30 Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft verschiedener Branchen und Größen Hand in Hand, unterstützt durch das Know-how und die Kontakte der Bundesagentur für Arbeit, der Fachhochschule für den Mittelstand, der Demographieagentur für die niedersächsische Wirtschaft, der Servicestelle Offene Hochschule Nds. gGmbH, dem Annastift und der Ausbildung im Verbund pro regio e.V.

„Ich erwarte von dem Projekt Lösungsansätze, wenn es darum geht, weiterhin qualifizierte und flexible Arbeitskräfte für das starke saisonale Geschäft im Messebau zu finden“, sagt Hartmut Zeissig, Geschäftsführer der Zeissig GmbH & Co. KG, Springe. Er hat bereits an allen Meilensteintreffen teilgenommen und engagiert sich in der Arbeitsgruppe „Arbeitsplatz der Zukunft“. „Ich schätze besonders den Erfahrungsaustausch mit den anderen Unternehmen. Außerdem glaube ich, dass wir in der Gruppe besser in der Lage sind, sehr praxisorientierte, auch für andere Unternehmen interessante Lösungen zu entwickeln“, schildert Zeissig seine Sichtweise.

Die Auftakt-Veranstaltung hat am 18. Oktober 2013 in den Räumen der üstra stattgefunden. Seitdem gab es drei Meilensteintreffen und dazwischen jeweils Arbeitsgruppen-Treffen der drei Projekte. Die Abschlussveranstaltung ist für den 11. Dezember geplant. Stefan Schostok hat dazu bereits sein Kommen zugesagt. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es Ziel des Initiativkreises, dass die bis Ende des Jahres erarbeiteten Maßnahmen sich zu dauerhaften Projekten zur Lösung des sich weiter verschärfenden Fachkräftemangels entwickeln lassen.


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