Unternehmen des Monats

RENAFAN ServiceLeben

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Uwe Hildebrandt ist Geschäftsführer von RENAFAN ServiceLeben Holzhalbinsel in Rostock. Die RENAFAN Group ist einer der führenden Dienstleister in den Bereichen Seniorenbetreuung, Intensivpflege und Service für Behinderte. RENAFAN ist bundesweit an mehr als 40 Standorten vertreten und betreut ambulant oder stationär 4.500 Menschen. In der Verantwortungspartner-Region Rostock ist Uwe Hildebrandt Mitglied des Initiativkreises.

 

Ihr Unternehmen hat seinen Sitz in der Verantwortungspartner-Region Rostock. Diese Region steht vor vielen wirtschaftlichen Herausforderungen, vor allem für mittelständische Unternehmen. Was spricht Ihrer Meinung nach für genau diesen Standort?

Rostock ist wie das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ein wirtschaftlich schwacher Standort. Genau das ist der Grund, warum Unternehmen sich hier ansiedeln sollten. Mecklenburg-Vorpommern im Allgemeinen sowie Rostock im Speziellen bieten die vielfältigsten Möglichkeiten. Die Attraktivität allein durch die nahe Ostsee ist kaum zu schlagen. Für den gesamten Tourismus und die Gesundheitsbranche ist dieses ein klarer Standortvorteil. Es gibt für Mitarbeiter zauberhafte Wohnmöglichkeiten und ein breites kulturelles Angebot.

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Warum und seit wann engagieren Sie sich im Sinne unternehmerischer Nachhaltigkeit?

Seit gut zwei Jahren gilt mein Engagement der Nachhaltigkeit hier in der Region. Ich sehe es als unumgänglich für Unternehmen an, sich Gedanken über Nachhaltigkeit zu machen. Hier warten echte Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile.

In welchem Projekt arbeiten Sie im Rahmen von Verantwortungspartner-Regionen in Deutschland mit? Welches Thema treiben Sie als Unternehmen voran?

Wir haben den Fokus auf das Finden und Halten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelegt. Im Vordergrund steht für uns die Mitarbeiterintegration und -zufriedenheit.

Warum liegt Ihnen dieses Thema am Herzen?

Es ist gerade in der Region Mecklenburg-Vorpommern und Rostock schwer, Fachkräfte zu finden. Darum ist es umso wichtiger, eine nachhaltige Personalpolitik zu betreiben. Hier sind zwei Themen von besonderer Bedeutung: die Integration neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Mitarbeiterzufriedenheit. Praktiziert man eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bindet das die Fachkräfte an das Unternehmen

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Welchen Herausforderungen stehen Sie bei der Umsetzung Ihres Projekts gegenüber?

Die größte Herausforderung ist es, überhaupt Fachkräfte zu finden. Die zweite große Herausforderung ist es, geeignete Fachkräfte zu finden. Leider gehen viele gute Fachkräfte in andere Bundesländer, weil dort die Bezahlung besser ist. Dieses wird gerade in der Pflege, aber auch in anderen medizinischen Bereichen in den nächsten zehn Jahren zu einem sehr großen Problem. Die demografische Entwicklung prophezeit uns eine Abwanderung junger Leute (potenzielle Fachkräfte mit guter Ausbildung) und eine Zuwanderung älterer Menschen, die ihren Altersruhesitz hier einrichten. 

Haben sich für Sie im Rahmen des Programms neue Partnerschaften ergeben?

Bislang sind Kooperationen mit ausbildenden Schulen hier in Rostock entstanden. Eine erste gute Fachkraft wird uns im September 2014 dadurch zur Verfügung stehen.

Was würden Sie jungen oder neuen Verantwortungspartner-Regionen mit auf den Weg geben?

Den Mut zu haben, das Risiko einzugehen. Vor allem braucht man ein gutes und durchdachtes Konzept, was wiederum einen guten und realistischen Businessplan voraussetzt. Am Wichtigsten sind aber Netzwerkpartner. Das war meine Erfahrung vor drei Jahren, als ich nach Rostock kam.

Ihr Unternehmen nimmt die individuelle CSR-Beratung für engagierte Unternehmen in Anspruch. Welche konkreten Vorteile hat Ihr Unternehmen von diesem zusätzlichen Engagement?

Ein kompetentes Team an der Seite zu wissen, was mit hoher fachlicher und menschlicher Kompetenz berät und viele gute Ideen hat.

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Welche Herausforderung gehen Sie im Rahmen der individuellen CSR-Beratung in Ihrem Unternehmen an?

Generell die Herausforderung, neue Wege zu gehen und neue Lösungen zu suchen, um die Lösung zu finden, die uns zu den Themen weiterbringen. Im Speziellen haben wir uns mit der Kooperations- und Dialogkultur beschäftigt.

 

Zeigen sich schon erste Erfolge durch das individuelle CSR-Programm?

Durch gezielte Informationen im Unternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neugierig geworden und verfolgen gespannt die Aktivitäten, die aus dem Projekt heraus entstehen. Es ist schön zu sehen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Thema offen sind und sie es ein Stück genießen, dass die Chefetage sich um ihr Wohlbefinden Gedanken macht. Alleine diese Tatsache hat schon einen sehr positiven Effekt.

Haben Sie bereits Ihr privates Umfeld mit dem Nachhaltigkeitsgedanken angesteckt?

Die Firma RENAFAN besteht aus vielen Einrichtungen und viele Kollegen sind begeistert von diesem Projekt und überlegen ihrerseits, den Nachhaltigkeitsgedanken zu verfolgen.