Unternehmen des Monats

Zahnen Technik GmbH

tl_files/vpr/Unternehmen des Monats/Herbert_Zahnen_200px.jpgHerbert Zahnen ist Geschäftsführer der Zahnen Technik GmbH. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist spezialisiert auf die Entwicklung, Lieferung und Montage von Maschinen- und elektrotechnischen Einrichtungen für abwassertechnische Anlagen sowie Biogasanlagen. In der Verantwortungspartner-Region Trier ist Herbert Zahnen Mitglied des Initiativkreises.

Ihr Unternehmen hat seinen Sitz in der Verantwortungspartner-Region Trier. Diese Region steht vor vielen wirtschaftlichen Herausforderungen, vor allem für mittelständische Unternehmen. Was spricht Ihrer Meinung nach für genau diesen Standort?

HZ: Der Standort Eifel lebt von den Menschen, die hier leben. Sie vertreten Werte wie Bodenständigkeit, Sesshaftigkeit, Fleiß, Treue und Mobilität. Durch die regionale Verwurzelung können qualifizierte Arbeiter in der Region gehalten werden. Seit einigen Jahren wird unsere schöne Eifel immer besser vermarktet. Somit steigt auch die Attraktivität und lockt potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unsere Region. Daher sehen wir den Herausforderungen wie z. B. dem Fachkräftemangel positiv entgegen.

Warum und seit wann engagieren Sie sich im Sinne unternehmerischer Nachhaltigkeit?

HZ: Wir sponsern bereits seit längerer Zeit bevorzugt Vereine, die Jugendarbeit betreiben und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen (Sportverein, Musikverein, Freiwillige Feuerwehr, etc.).
In diesem Jahr haben wir erstmals ein Projekt gemeinsam mit einer Realschule plus gestartet. 13 ausgesuchte Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Schuljahr haben Anfang Februar an einem realen Projekt im Unternehmen gearbeitet. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Förderung der individuellen Handlungskompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (fachlich technisch, kaufmännisch, Persönlichkeit, Selbstmanagement, Kommunikation, Präsentation). Das Projekt läuft noch bis Ende Mai dieses Jahres und wird abschließend am Schulfest durch die Schülerinnen und Schüler vorgestellt.

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Seit Juli 2013 beschäftigen wir uns mit dem Projekt Verantwortungspartner-Region Trier und sind damit tiefer in das Thema Nachhaltigkeit eingestiegen. Das Thema Nachhaltigkeit ist sehr breit gefächert, was uns erst durch die Teilnahme am Projekt bewusst geworden ist. Im nächsten Schritt wollen wir nun unsere Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit nach außen kommunizieren.


In welchem Projekt arbeiten Sie im Rahmen von Verantwortungspartner-Regionen in Deutschland mit? Welches Thema treiben Sie als Unternehmen voran?

HZ: Wir sind Mitglied in der Arbeitsgruppe "Attraktiver Arbeitgeber". Wir in der Gruppe sind der Meinung, dass viele attraktive Arbeitgeber die Zukunft der Region sichern können. Deshalb ist es unser Ziel, einen Leitfaden zur Frage "Wie werde ich ein attraktiver Arbeitgeber?" zu erstellen.

Warum liegt Ihnen dieses Thema am Herzen?

HZ: Durch das Thema erhoffen wir uns Fachkräfte in unserer Region halten zu können und neue zu gewinnen.

Welchen Herausforderungen stehen Sie bei der Umsetzung Ihres Projekts gegenüber?

HZ: Die Herausforderung liegt nun darin, herauszufinden, welche Schritte in der Gruppe geleistet werden können, um den Leitfaden mit Leben zu füllen. Zudem müssen wir die mögliche Zusammenarbeit mit den Institutionen abstimmen, da wir die Umsetzung alleine in der Gruppe ehrenamtlich nicht leisten können.

Haben sich für Sie im Rahmen des Programms neue Partnerschaften ergeben? (z.B. mit Vereinen, Schulen aber auch anderen Unternehmen)

HZ: Wir konnten unser Netzwerk mit anderen Unternehmen ausbauen und uns in diesem Rahmen zu gesellschaftlicher Verantwortung sowie zu anderen Themen austauschen. Eine weitere Partnerschaft hat sich mit der Realschule plus ergeben, wie eben schon beschrieben.

Ihr Unternehmen nimmt die individuelle CSR-Beratung für engagierte Unternehmen in Anspruch. Welche konkreten Vorteile hat Ihr Unternehmen von diesem zusätzlichen Engagement?

HZ: Durch die individuelle CSR-Beratung haben wir einen anderen Blickwinkel auf das Thema Nachhaltigkeit erhalten. Wir haben ein Projektteam von sechs Mitarbeitern gebildet. Durch die Bewertung der beiden Sichtweisen aus Sicht des Unternehmens und aus Sicht von externen Stakeholdern haben sich Handlungsfelder im Rahmen des Themas Nachhaltigkeit ergeben, die wir so nicht erwartet hatten. Nach der Umsetzung werden wir stark davon profitieren können.

Welche Herausforderung gehen Sie im Rahmen der individuellen CSR-Beratung in Ihrem Unternehmen an?

HZ: Wir haben bei der Strategieentwicklung die Top-Themen "Qualität steigern", "Kundenorientierung steigern" sowie "Unternehmenskultur und eigenverantwortliches Handeln" priorisiert. Wobei die beiden Themen "Qualität steigern" und "Kundenorientierung steigern" eng miteinander vernetzt sind. Im ersten Schritt entwerfen wir ein Projekttemplate. Durch die Nutzung von Projekttemplates verbessern wir die Einhaltung von Kundenstandards. Hier sind wir zurzeit dabei, Kundenstandards zu sammeln und Widersprüche zu klären, um Fehler in der Umsetzung zu reduzieren.

Zeigen sich schon erste Erfolge durch das individuelle CSR-Programm?

HZ: Wie eben beschrieben, sind wir zurzeit in der Umsetzung der herausgearbeiteten Themen.
Wir konnten durch die hervorragende Moderation der Workshops durch :response unsere Methodenkompetenzen verbessern bzw. weiterentwickeln, die wir bereits intern im Unternehmen eingesetzt haben.